Gemeinsamer Landesanwaltstag Hessen und Rheinland-Pfalz

Gemeinsamer Landesanwaltstag Hessen und Rheinland-PfalzDie Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz im Deutschen AnwaltVerein vertreten die Interessen der hessischen und rheinland-pfälzischen Anwältinnen und Anwälte gegenüber dem Gesetzgeber, der Exekutive und Judikative auf Landesebene. Gleichzeitig sind sie das Bindeglied zwischen dem DAV und den örtlichen Anwaltvereinen in ihren Bundesländern.

Hessen und Rheinland-Pfalz werden in Höhe ihrer beiden schönen Landeshauptstädte nur durch den Rhein getrennt. Was lag näher, als länderübergreifend einen gemeinsamen Landesanwaltstag zu veranstalten. Die Wahl fiel auf das „goldene Mainz“ und in Blicknähe zum Dom fand die Veranstaltung in würdigem Rahmen statt.

Highlights der Veranstaltung der mit 124 Teilnehmern besuchten Veranstaltung waren die Grußworte der Vizepräsidentin des DAV, Rechtsanwältin und Notarin Edith Kindermann wie des rheinland-pfälzischen Justizministers Herbert Mertin. Dieser betonte er sei immer noch zugelassener Anwalt und verfolge viele Themen daher auch aus diesem Blickwinkel. Die rechtlichen Aspekte und Fragestellungen der Kunstszene warf Herr Rechtsanwalt Markus Menzendorff in seinem Festvortrag „Wem gehören Kulturgüter? - Privateigentum versus Enteignungseifer“ auf.

Die Präsidenten der Oberlandesgerichte Frankfurt am Main, Dr. Roman Poseck und des Pfälzischen Oberlandesgerichts Bernhard Thurn zählten ebenso zu den Ehrengästen, wie die Präsidentin des Landgerichts Mainz, Angelika Blettner und ihr Wiesbadener Amtskollege Herr Joachim Blaeschke. Von den Anwaltsorganisationen waren die Präsidenten der Rechtsanwaltskammern Frankfurt am Main, Koblenz und Zweibrücken zu Gast wie auch viele Vorstände der örtlichen Anwaltvereine in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Rege besucht waren neben den klassischen FAO-Fortbildungsthemen auch die Veranstaltungen der Aussteller zur Kanzleiorganisation im Rahmen der Umstellung auf ein digitales Zeitalter im Anwaltsbüro. Erstmals stand die Veranstaltung auch für Kanzleimitarbeiterinnen offen, die sich mit einer Veranstaltung zum RVG ebenfalls fortbilden konnten. 

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Rechtspolitik und Fortbildung beim 4. Landesanwaltstag

Einführung des Elektronischen Rechtsverkehrs wichtiges Thema

Mit 120 Teilnehmern war der 4. Landesanwaltstag Hessen in Fulda ein großer Erfolg. Dabei ging es nicht nur um Fortbildung, sondern auch um die Rechtspolitik im Kleinen und im Großen. Festredner war der hessische Justiz-Staatssekretär Thomas Metz.

Der erste Vorsitzende des Landesverbandes Hessen im DAV Rechtsanwalt und Notar Peter Schirmer begrüßte die Gäste –darunter viele Spitzenvertreter der hessischen Justiz und zwei Landtagsabgeordnete– und gab einen Ausblick auf die Herausforderungen, denen sich die Anwaltschaft in den nächsten Jahren zu stellen habe. Dazu gehöre der elektronische Rechtsverkehr mit dem besonderen elektronischen Anwaltspostfach. Er betonte, dass dazu ein leistungsfähiges Internetangebot auch außerhalb von Ballungsräumen nötig sei. Der elektronische Rechtsverkehr werde nur ein Erfolg, wenn Anwaltschaft und Justiz gut zusammenarbeiteten.

Für den Deutschen Anwaltverein (DAV) sprach Vizepräsidentin Rechtsanwältin und Notarin Edith Kindermann. Sie schwor Anwältinnen und Anwälte auf die bevorstehenden tiefgreifenden Änderungen im beruflichen Alltag ein. Insbesondere im Bereich des Qualitätsstandards dürfe man nicht nachlassen. Der Präsident der Rechtsanwaltskammer Kassel Rechtsanwalt und Notar Heinrich A. Dilcher kritisierte die drei Urteile des Bundessozialgerichts aus dem April 2014 zum Syndikusanwalt und warnte erneut vor einer Spaltung der Anwaltschaft in angestellte Rechtsanwälte und selbständige Rechtsanwälte. Für das Bundessozialgericht ist ein Syndikusanwalt nicht anwaltlich tätig (BSG, AnwBl 2014, 854).

Der hessische Justiz-Staatssekretär Thomas Metz kündigte an, dass in der laufenden Legislaturperiode des hessischen Landtags keine weiteren Kürzungen innerhalb der Justiz (also Schließung von Gerichten) geplant seien. Der Anwaltschaft dankte er für ihren Beitrag zur Juristenausbildung. „Die Ausbildung der Referendarinnen und Referendare ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Und es ist eine Angelegenheit, der sich die Anwaltschaf im Interesse einer rechtsstaatlichen, leistungsfähigen Rechtspflege unterzieht“. Metz bedankte sich auch ausdrücklich bei der Anwaltschaft für ihr Engagement für das „besondere elektronische Anwaltspostfach“. Hierdurch entstehe ein verlässliches elektronisches Adressverzeichnis der Anwaltschaft, das leicht zu bedienen sei und nicht nur für den elektronischen Rechtsverkehr mit Gerichten und Justizbehörden, sondern auch für den sicheren elektronischen Rechtsverkehr von Anwalt zu Anwalt zugelassen sei. „Das Signal der Anwaltschaft zukünftig mehr auf das besondere elektronische Anwaltspostfach zu setzen, werte ich als großen Vertrauensbeweis gegenüber der Justiz“, so Metz.

Im Rahmen der Ganztagesveranstaltungen wurde ein vielfältiges Fortbildungsangebot präsentiert, das gut von Anwältinnen und Anwälten nachgefragt wurde. Auch das Fachgespräch und der kollegiale Austausch kamen nicht zu kurz.

Rechtsanwältin Edda Steinmetz, Fulda

Beim 4. Landesanwaltstag in Fulda
Der Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes Rechtsanwalt und Notar Peter Schirmer (l.) mit DAV-Vizepräsidentin Rechtsanwältin und Notarin Edith Kindermann (2.v.l.), die Geschäftsführerin der Rechtsanwaltskammer Frankfurt Tanja Wolf (2.v.r.) und Generalstaatsanwalt Jose fBlumensatt (r.).

 

4. Landesanwaltstag in Fulda 4. Landesanwaltstag in Fulda 4. Landesanwaltstag in Fulda 4. Landesanwaltstag in Fulda
       
4. Landesanwaltstag in Fulda 4. Landesanwaltstag in Fulda 4. Landesanwaltstag in Fulda 4. Landesanwaltstag in Fulda 

 


 

3. Hessischer Landesanwaltstag am 21. September 2012 in Frankfurt am Main - Universität Frankfurt, Campus Westend

3. Hessischer Landesanwaltstag in Frankfurt am Main„Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank“ bemerkte schon Bertolt Brecht (1898-1956).

„Finanzmarktregulierung – notwendiger Ordnungsrahmen oder Würgegriff?“ war denn auch die aktuelle Frage,  der Prof. Dr. von Rosen, Vorstandsmitglied des Deutschen Aktieninstituts a. D.,  als Festredner nachging. Zuvor hatte Rechtsanwalt und Notar Peter Schirmer, 1. Vorsitzender des Landesverbandes Hessen  im Deutschen AnwaltVerein e.V.,  die Gäste zum  3. LandesAnwaltsTages Hessen in der Bankenstadt Frankfurt am Main herzlich begrüßt. In seinen Grußworten würdigte der Staatssekretär des Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa, Dr. Rudolf Kriszeleit, die gute Zusammenarbeit zwischen Hessischem AnwaltVerein und Ministerium. Er warb um Verständnis für die doch notwendigen Kürzungen und damit einhergehenden Schließungen von Gerichtsstandorten sowie für die Position der Bundesländer bei den Verhandlungen zum Kostenrechtsmodernisierungsgesetz.

„Die Demokratie dieses Landes ist ein hohes Gut und dazu trägt eine gut funktionierende Rechtspflege maßgeblich bei“ entgegnete Rechtsanwältin und Notarin Edith Kindermann, Vizepräsidentin des Deutschen AnwaltVereins e.V. in ihrem Grußwort. Der herrschende, hohe Standard in der deutschen Rechtsprechung sei ein Pfeiler unserer Demokratie. Er sei Pendant zum staatlichen Gewaltmonopol. Das Faustrecht sei keine Alternative, auch wenn sie, so die Vizepräsidentin, selbst Trägerin verschiedener farbiger Gürteln in unterschiedlichen Kampfsportarten, damit kein Problem habe. Justiz sei eine Aufgabe staatlicher Daseinsvorsorge und könne nicht allein über einen Kostendeckungsgrad betrachtet werden.Die in Hessen herrschende, hervorragende Zusammenarbeit von AnwaltVereinen und Rechtsanwaltskammern hob der Präsident der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main, Rechtsanwalt und Notar Prof. Dr. Dr. Dr. Simon in seinem Gruß an die Anwesenden hervor. AnwaltVereine wie Kammern arbeiteten mit dem jeweiligen ureigenen Schwerpunkt, für das Wohl der Anwaltschaft.

„Die meisten Fehler passieren am Schreibtisch“ lautet eines der DAV Werbemotive. Allerdings nicht denjenigen Anwältinnen und Anwälten, die sich fortbilden. So lag ein wesentlicher Schwerpunkt des Landesanwaltstages auf der Vermittlung aktueller Kenntnisse von Rechtsprechung und Gesetzesentwicklungen, sei es im Familienrecht, Mietrecht oder dem elektronischen Rechtsverkehr.

„Was will ich werden?“ fragt sich noch im Referendariat mancher. Einen Einblick in ihr ureigenes berufliches „Nähkästchen“ gaben während des LandesAnwaltsTages Referenten aus unterschiedlichen Kanzleitypen sowie Syndizi aus verschiedenen Unternehmen. Die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und den dafür richtigen beruflichen Zweig zu finden, war Inhalt dieser speziell für Referendare konzipierten Veranstaltung.

Rund 160 Teilnehmer informierten sich während des LandesAnwaltsTages und tauschten ihre Erfahrungen aus. Ein breitgefächertes Informationsangebot durch verschiedenste Aussteller rundete das breitgefächerte Angebot ab. Die näheren Einzelheiten des Programms finden Sie hier.
 

Wir danken für die  Unterstützung des Deutschen AnwaltVereins e.V. sowie der Stiftung Hessische Rechtsanwaltschaft und 123recht.net.

Ferner danken wir allen Ausstellern für ihre Teilnahme:

AnNoText, anwaltkompakt.de, DKV, DANV, MKT, HDI-Gerling, juris, ReNo-Star, Rhenus logistics, schweitzer-kerst

 

3. Hessischer Landesanwaltstag in Frankfurt am Main 3. Hessischer Landesanwaltstag in Frankfurt am Main 3. Hessischer Landesanwaltstag in Frankfurt am Main 3. Hessischer Landesanwaltstag in Frankfurt am Main
       
3. Hessischer Landesanwaltstag in Frankfurt am Main  3. Hessischer Landesanwaltstag in Frankfurt am Main 3. Hessischer Landesanwaltstag in Frankfurt am Main 3. Hessischer Landesanwaltstag in Frankfurt am Main

 


 

2. Hessischer Landesanwaltstag in Kassel

2. Hessischer Landesanwaltstag in Kassel „BGH gibt Gretels Mutter recht“

titelte die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine über den Vortrag von Prof. Uwe Diederichsen anlässlich des 
2. Landesanwaltstages Hessen am  17. September 2010 in Kassel.  

Die Stadt Kassel ist untrennbar mit den Brüdern Grimm verbunden. Was lag da näher, als sich während des 2. Landesanwaltstages Hessen  genauer mit den „Juristischen Strukturen in den Kinder – und Hausmärchen der Brüder Grimm“ zu beschäftigen.

In seinem kurzweiligen Vortrag stellte Prof. Uwe Diederichsen dar, in welch subtiler Art die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm ihr Wissen als Rechtsgelehrte in die Märchen hatten einfließen lassen. Wohl den allermeisten Juristen ist der Festredner schon aus Studientagen bekannt, als Kommentator des Palandt,  Kommentar zum BGB. Das man aber nicht nur aus dem Palandt, sondern auch aus Märchen etwas über die Rechtsordnung und ihren Wandel lernen kann, wurde nunmehr deutlich (siehe auch „Juristische Strukturen in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Uwe Diederichsen, Kassel University Press, 19. Dezember 2007).

Grußworte sprachen der Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Justiz, Integration und Europa, Dr. Rudolf Kriszeleit, der Präsident der Rechtsanwaltskammer Kassel, Rechtsanwalt und Notar Heinrich A. Dilcher sowie der Bürgermeister der Stadt Kassel, Herr Kaiser. Der Landesanwaltstag zeige, so Herr Dilcher, wie gut die Zusammenarbeit zwischen AnwaltVerein und Kammern sei. Die Rechtsanwaltskammer Kassel hatte sich als Sponsor maßgeblich an der Veranstaltung beteiligt. Rund um die Zentralveranstaltung gab es eine Vielzahl von Fortbildungen zu anwaltlichen Querschnittsthemen  wie materiell-rechtlichen Fragestellungen, Fragen zum RVG, Haftungsfragen sowie Kanzleimarketing im Zeitalter von Twitter, Facebook und Xing. Rund 130 Kolleginnen und Kollegen waren der Einladung des Landesverbandes gefolgt und nutzen neben der Fortbildung die Pausen zum gegenseitigen Austausch und zur Information über das Angebot der Aussteller.

Wir danken unseren Kooperationspartner für ihre Unterstützung:

Rechtsanwaltskammer Kassel, AnNoText GmbH, juris GmbH, 123recht.net, HDI-Gerling 

Das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier als pdf-Dokument.

2. Hessischer Landesanwaltstag in Kassel 2. Hessischer Landesanwaltstag in Kassel 2. Hessischer Landesanwaltstag in Kassel 2. Hessischer Landesanwaltstag in Kassel

 


 

1. Hessischer Landesanwaltstag

1. LandesAnwaltsTag HessenAm 12.09.2008 hat der Landesverband Hessen im Deutschen AnwaltVerein e.V. mit großem Erfolg den 1. Landesanwaltstag Hessen ausgerichtet. Die Veranstaltung, die im neuen Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium in Darmstadt stattfand, stieß auf große Resonanz.

Im Rahmen der Zentralveranstaltung referierte Frau Rechtsanwältin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, MdB zu dem aktuellen Thema „Antiterrorgesetzgebung außer Kontrolle“. Der Nachmittag war der anwaltlichen Fortbildung gewidmet. Ein kulturelles Programm mit einer Führung über die Mathildenhöhe und geselligem Abend mit musikalischer Untermalung rundetet den Landesanwaltstag ab. Die näheren Einzelheiten des Programms finden Sie hier.

Lesen Sie hierzu auch den Pressebericht im Deutschen Anwaltsblatt 12/2008 (hier als PDF Datei abrufbar).

 
 
 
 
 
 
 
 
Bilder vom Landesanwaltstag 2008
Herr RuN Peter Schirmer, Vorsitzender des Landesverbandes Hessen im DAV e.V. ,
Frau RA’in Leutheusser-Schnarrenberger MdB und Herrn Jürgen Banzer,
Justizminister des Landes Hessen (v.l.n.r.)


 
Bilder vom Landesanwaltstag 2008
Der Vorstand des Landesverbandes Hessen begrüßt die Gäste des
1. Landesanwaltstages